
Das viszerale System – Organe in Bewegung
Die viszerale Osteopathie befasst sich mit den inneren Organen: Magen, Darm, Leber, Nieren, Blase und den Organen des Beckens. Was viele nicht wissen: Organe sind nicht starr im Körper befestigt, sondern über feine Häute, Bänder und Faszien aufgehängt und gleiten mit jedem Atemzug, jeder Bewegung und jeder Verdauungswelle sanft gegeneinander. Wie ein Wassertropfen, der im klaren Ostseewasser feine Ringe zieht, breitet sich auch im Körper jede Bewegung in die Umgebung aus.
Verklebungen, Spannungen oder Bewegungseinschränkungen in diesem Gewebe können dazu führen, dass ein Organ in seiner natürlichen Beweglichkeit eingeschränkt ist. Über die faszialen Verbindungen kann sich das auf andere Körperregionen auswirken – etwa als Spannung im unteren Rücken oder im Zwerchfellbereich. In der Untersuchung taste ich die Lage, Spannung und Beweglichkeit der Organe und ihrer Aufhängung und arbeite dort, wo ich Einschränkungen finde.
Wie ich viszeral arbeite
Die viszerale Arbeit ist besonders sanft und ruhig. Mit weichem, tastendem Druck folge ich der Eigenbewegung des Gewebes und gebe behutsame Impulse, damit Spannungen nachlassen und die Organe wieder mehr Raum bekommen. Mein Ziel ist es, die natürliche Beweglichkeit und die Versorgung des Gewebes zu unterstützen, sodass die Selbstregulation des Körpers wieder freier arbeiten kann. Auch hier gilt der ganzheitliche Grundsatz: Ein Spannungsmuster im Bauchraum kann mit der Statik, der Atmung oder dem Beckenboden zusammenhängen – deshalb beziehe ich immer den ganzen Menschen ein.
Bei welchen Themen sie unterstützen kann
Patientinnen und Patienten kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu mir. Eine viszeral-osteopathische Behandlung kann begleitend unterstützen bei:
- funktionellen Verdauungsthemen wie Völlegefühl, träger Verdauung oder Blähungen
- Spannungsgefühl im Bauch- und Zwerchfellbereich
- Beschwerden rund um den weiblichen Zyklus und das Becken
- Rückenspannungen, die mit dem Bauchraum zusammenhängen können
- dem Wunsch, nach Operationen oder Belastungen die Beweglichkeit des Gewebes zu unterstützen
Ob die viszerale Osteopathie für Ihr Anliegen passt, klären wir gemeinsam. Häufig kombiniere ich sie mit struktureller oder kraniosakraler Arbeit, weil die Systeme des Körpers eng miteinander verbunden sind.
Was Sie in der Behandlung erwartet
Wie bei jeder osteopathischen Behandlung beginnt auch die viszerale Arbeit mit einem ausführlichen Gespräch. In der Erstbehandlung nehme ich mir 90 Minuten Zeit, um Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihren Alltag kennenzulernen. Wenn ärztliche Befunde vorliegen, bringen Sie diese gern mit. Anschließend taste ich behutsam Bauchraum und Becken ab, prüfe die Beweglichkeit und Spannung des Gewebes und arbeite dort, wo ich Einschränkungen finde. Die Berührung ist sanft und ruhig – viele Menschen empfinden sie als angenehm und entspannend. Was Sie selbst zu Ihrem Wohlbefinden beitragen können, etwa über Bewegung, Atmung oder Alltagsgewohnheiten, bespreche ich offen mit Ihnen.
Meine Praxis liegt in der Leuchtturmstraße in Ostseebad Rerik, in ruhiger Lage am Salzhaff. Zu mir kommen Patientinnen und Patienten aus der ganzen Umgebung – aus Kühlungsborn, Bad Doberan, Kröpelin und bis nach Rostock und Wismar. Als reine Privatpraxis behandle ich Sie ohne Überweisung und mit der Zeit, die eine sorgfältige viszerale Arbeit braucht.